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Erkunden Sie die Umgebung von Rathenow
Hierzu einige Tipps:
Naturpark Westhavelland
Die im Mecklenburgischen entspringende Havel - die "Lebensader" des Westhavellandes - mündet bei Havelberg in die Elbe. Hier gibt es eines der größten zusammenhängenden Feuchtgebiete im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Geprägt ist das Gebiet weiterhin durch waldreiche Erhebungen und kleine märkische Ortschaften zwischen Brandenburg/Havel, Friesack und Neustadt/Dosse. Im Naturpark finden viele bedrohte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Internationale Bedeutung hat die Region für Watt- und Wasservögel. Der prächtige Kampfläufer - das Wappentier des Naturparks - ist hier während des Frühjahrs bei seinen Balzspielen zu beobachten. Es mag sein, dass sich die Weite der Flusstal- und Niederungslandschaft dem Besucher erst auf den zweiten Blick erschließt. Wer jedoch Zeit und Muße mitbringt, findet hier wirklich Ruhe und Abgeschiedenheit. Neben dem Wasserwandern kann man sich den Naturpark am besten mit dem Fahrrad erschließen.
Vogelparadies "Gülper See"
Dieses Naturschutzgebiet im Ländchen Rhinow ist ein einzigartiges Vogelparadies.
Ausgestattet mit Beobachtungstürmen und einem Naturlehrpfad bietet sich hier die Möglichkeit, den wohl größten Wildgänserastplatz Mitteleuropas zu erleben.
Im Frühjahr und Herbst wurden hier bereits über 100.000 Wildgänse und bis zu 1.500 Kraniche an einem Tag gezählt.
Hohennauener-Ferchesarer See
Dieser langgezogene, mehr als 10 km lange See, bietet beste Möglichkeiten für den Wassersport und verfügt über angenehme Badeplätze. Er hat eine direkt Verbindung zur Havel und daher für Wassersportler gut zu erreichen. Von Rathenow aus können Sie auch eine Fahrt mit dem Fahrgastschiff "Sonnenschein" über den See unternehmen.
Um den See liegen die Orte Semlin, Ferchesar, Wassersuppe und Hohennauen.
Das Gebiet rund um den See hat eine weit ins vergangene Jahrhundert reichende Tradition. Bereits um 1920 war Ferchesar als "Perle des Havellandes" ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner.
Otto-Lilienthal-Museum in Stölln
Im Ländchen Rhinow, in der Gemeinde Stölln, versteckt sich der älteste Flugplatz der Welt.
Hier startete Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche.
Zu Ehren des ersten Fliegers der Menschheit wurde in einer ausgemusterten IL-62, der "Lady Agnes", am Gollenberg ein Museum eingerichtet. An Bord befindet sich auch ein Standesamt.
Schloss Nennhausen
Das Schloss, erbaut 1737, erhielt seine gotisierende Form um 1860.
Der zu besichtigende Schlosspark wurde im barocken Stil zu Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt.
Ein besonderes Erlebnis war die Sichtbeziehung zwischen dem Schloss und der "Fouqué-Eiche". Der zu Deutschlands größten und schönsten zählende Baum ist leider im April 2006 nach über 450 Jahren umgestürzt. Bis eine neue Eiche ähnlich herrschaftliches Aussehen gewinnt, werden viele Jahre ins Land gehen.
Einst lebte und arbeitete hier von 1802-1833 der berühmte Dichter Friedrich Baron de la Motte Fouqué.
Hier entstanden seine Gedichte und Dramen. Vieles davon ist heute vergessen, aber mit zwei Werken hat er seinen Platz in der Literaturgeschichte verdient; dem Kunstmärchen "Undine" und der Erzählung "Das Galgenmännchen".
"Undine" ist der Inbegriff des romantischen Kunstmärchens. Verschieden Komponisten, so auch E.T.A. Hoffmann, wurden durch den Stoff zu Opern inspiriert.
Fouqués rege Freundschaften mit Dichtern und Musikern von Ruf machten Nennhausen zum bekannten Treffpunkt großer Persönlichkeiten. Zum Freundeskreis zählten u. a. Adalbert von Chamisso, E.T.A. Hoffmann, Johann Gottlieb Fichte, Joseph Freiherr von Eichendorf und Wilhelm Freiherr von Humboldt.
Schollener Land
"Wo die märkische Kiefer weite Flächen mit dunklen Wäldern überzieht, wo Moor und Heide sich berühren, wo die blaue Havel in zahlreichen Windungen durch saftige Wiesen ihrer Vereinigung mit der Elbe zustrebt, wo der See mit seinen Möwenschwärmen wie Silber in der Sonne blinkt. Hier liegt Schollene, im Elb- Havelwinkel südlich von Havelberg."
So beschreiben die Schollener selbst ihre schöne Umgebung.
Aber Schollene hat darüber hinaus mehr zu bieten. Erreichbar über den Havellandradweg bietet Schollene Radwanderwege um den Schollener See, aus welchem die Pelose, ein Heilschlamm für Kurpackungen, gefördert wird.
Sehenswert ist auch die alte Mühle und das Heimatmuseum. Interessant ist sicherlich ein Besuch der kleinen Gasthofbrauerei.
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